Aus: SZIGETBECSE KRONIKA,

Ungarn. Auf den Spuren von Andre Kertes

Im letzten Herbst berichteten wir das erste Mal über den Besuch von Günter Rokasky, Kunst-Fotograf aus Deutschland, in Szigetbecse. Jetzt konnten wir erneut mit ihm ein Gespräch führen. Das Thema auch jetzt: "Andre Kertesz". Die Ziele der beiden Besuche sind identisch: - der deutsche Naturfotograf möchte die Erinnerungen an den wunderbaren Künstler und Menschen in seiner Heimat, aber auch hier in Ungarn pflegen und wach halten

So wie im letzten Jahr, kam er auch diesmal mit Fotografen-Kollegen, die mit ihm zusammen die im Szigetbecseer Gedenkmuseum ausgestellten Werke studierten; den Weg des Künstlers nachforschten, nach den Wurzeln suchten, die der "Weltberühmt" gewordene Künstler hier hatte.

Günter Rokasky hatte in diesem Jahr mehrere Projekte. Er hat sicherlich schon die Erfahrung gemacht, dass alle seine Kollegen genauso vom Geist des Ortes

gefesselt sind, wie er selbst. Hier findet man eine Welt, -die Ruhe-, die wir durch die gehetzten Lebensformen bereits vergessen zu haben schienen; aber eine tiefgreifende Sehnsucht nach dieser Welt befindet sich noch irgendwo in der Tiefe der Herzen.

Unser deutscher Gast arbeitet jetzt daran, eine Partnerschaft zwischen der Staatlichen Schule seines Wohnortes in Deutschland und der Allgemeinen Schule in Szigetbecse entstehen zu lassen. Weil er das auch sieht, dass die geplanten Austauschbesuche zwischen den bei den Ortschaften auf Grund der großen Entfernung die Mehrheit der Eltern unerträglich belasten würde, möchte er eine persönliche Stiftung gründen, deren Erträge allen Kindern der Schule in Szigetbecse eine Teilnahme an Austauschbesuchen ermöglichen könnte.

Selbstverständlich wird er auch weiterhin die Organisation der Besuche von Fotografen und Ungarninteressierten, die mit dem Namen von Andre Kertesz verbunden sind, fortsetzen.